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Posing & Mimik / Ein Thema der Zwischenmenschlichkeit

By 19. Oktober 2017Allgemein

Hallo meine Lieben, heute wird es wieder Zeit für einen Blog Beitrag.  Ich möchte das Thema Posing & Mimik vertiefen. Für jeden von euch der entweder vor oder hinter der Kamera steht ist es ein wichtiges Thema…. Denn ein gutes Bild steht und fällt anhand von Posen und Mimik.  Oft höre ich Dinge wie :

Hände sehen immer total verkrampft aus…. die Mimik ist angespannt…..Der Ausdruck ist leer…. Wie bekomme ich das hin? Kannst du mir überhaupt helfen? Du fotografierst doch eh nur Models 😀

Erstmal letzteres ist Quatsch. Ich fotografiere eher selten professionelle Models. Mich reizt die Herausforderung aus jedem das Beste rauszuholen und hier gibt es ein paar Tipps und Trick, welche euch das in Zukunft erleichtern werden.

los gehts:

Die Zwischenmenschlichkeit

Für mich gibt es einen Punkt der über allen anderen steht. Dieser Punkt ist für mich absolut verantwortlich dafür ob ein Shooting rund läuft oder nicht.  Die Zwischenmenschlichkeit zwischen dir und der Person vor deiner Kamera muss stimmen!

Tut sie dies nicht wir dir das Anleiten der Posen und des Ausdrucks sehr schwer fallen. Genauso wird dein Gegenüber sich nur schlecht auf deine Anweisungen einlassen…. denn ihr habt es versäumt einen Draht zueinander aufzubauen. Die Zwischenmenschlichkeit wird gerne vergessen dabei ist sie für mich so wichtig und so elementar.

Als Fotograf muss es dir in kürzester Zeit gelingen, dass dein Gegenüber sich in deinem Umfeld wohlfühlt und das es dir vertraut. Wenn dir das gelingt wird das Shooting ein leichtes, denn ihr beide werdet Spaß haben und eure Kommunikation miteinander wir aufeinander aufbauen.

Aber wie gelingt dir das ? 

Hier habe ich ein paar Tipps aus meinen eigenen Erfahrungen für dich:

  1.  Sei offen, je besser dich dein Gegenüber einschätzen kann desto sympatischer wirst du wirken.
  2. Ich leite mein Shooting immer mit dem Styling ein. Während des Stylings habe ich Zeit Gespräche zu führen, mein Model aufzulockern und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.
  3. Gerne erkläre ich hier auch mein genaues Vorgehen & warum ich wie agiere. Das gibt der Person vor meiner Kamera Sicherheit.
  4. Wenn es dann ans Shooting geht haben wir meist das Gefühl uns bereits besser zu kennen und das ganze Shooting kann sehr locker ablaufen.

Du merkst schon das Thema Kommunikation ist hier sehr wichtig.  Doch nicht nur um für eine gute zwischenmenschliche Basis zu sorgen solltest du kommunikativ sein….

Du bist der Fotograf und damit musst du in der Lage sein Posing & Mimik der Person vor der Kamera anzuleiten. Hier gibt es sehr viele Parameter die mir wichtig sind.

Davon möchte ich dir heute ein paar ans Herz legen:

Nutze deine Hände!

Ich gebe meinem Model die Posen sehr gerne vor. Meist bin ich in der Lage vorzumachen was ich mir vorstelle um meine Idee zu verbildlichen.  Doch oft nutze ich auch meine Hände um das Model zu leiten.

Ich leite den Blick indem ich das Model auffordere meiner Hand mit dem Blick zu folgen. So bekomme ich die Augen direkt an die Stelle wo ich sie benötige und vermeide zu viel Augenweiß im Bild.

Drehen & neigen

Die Ausrichtung des Kopfes anzuleiten ist oft gar nicht so einfach. Das liegt daran, dass wir verschiedene Achsen ausrichten können.  Wir können den Kopf drehen & neigen.

Beides sorgt für  unterschiedliche Wirkungen. Auch dies leite ich gerne über meine Hände an. Indem ich die Bewegung vormache, sodass mein Gegenüber sie einfach nur noch Spiegeln muss.

Hier siehst du ein Beispiel : Gedrehter Kopf

Hier siehst du ein Beispiel:  Geneigter Kopf

Der Fächer

Der Fächer sorgt für eine filigrane und ästhetische Handhaltung. Hier ist oft ein bisschen Übung gefragt bis man diesen bei so gut wie jeder Person anleiten kann. Wichtig sind bei Händen folgende Dinge.

  1. Vermeide sie wenn sie ungepflegt sind
  2. vermeide die Handinnenfläche
  3. gib ihnen eine Aufgabe
  4.  Sorge dafür das sie filigran wirken
  5. Berührungen nur andeuten so wirken sie leichter und du vermeidest Schatten und Druckstellen.

Hier siehst du eine aufgefächerte Hand. Durch den Fächer wirken die Finger länger und feiner zudem wirkt die Bewegung sehr leicht und zart.

Am Ende ist es wichtig das Posing, Mimik und Bildthematik miteinander im Einklang stehen. Ich spreche hier natürlich immer schwerpunktmäßig von der Inszenierten Menschen Fotografie aber ich denke das dies auch auf viele andere Bereiche anzuwenden ist.

Mimik lockern

Im Bereich des Kopfes ist nicht  nur die Ausrichtung wichtig sondern auch die Mimik selbst. Von einem Kunden kannst du keine 100 verschiedenen Ausdrücke erwarten. Aber die Mimik sollte locker und echt wirken, sodass dein Gegenüber sich gefällt.

Was tun wenn die Mimik auf Hochspannung ist?

Erstmal, das ist ganz normal. Denn steht man vor der Kamera fühlt man sich  oft unsicher, weiß nicht wie man wirkt… und überhaupt findet man Fotos Kacke 😀

Zum einen hilft hier die zu Anfang angesprochene Zwischenmenschlichkeit. Je besser ihr euch versteht desto weniger angespannt wird  dein Gegenüber sein.

Sollte trotzdem Anspannung im Verzug sein spiele ich gerne selbst den Clown um die Stimmung zu lockern.

Entweder mache ich lustige Lockerungsübungen vor oder ich beginne damit witzige Geschichten zu erzählen. Je öfter du dies tust desto leichter wird es dir fallen, versprochen 😉

Am Ende des Tages werdet ihr jede Menge Spaß haben durch solche Faxen und die Bilder werden einfach schöner.

Vom angedrückten Arm bis hin zur Schildkröte

Nun sind wir auch schon beim Posing gelandet.

Es gibt ein paar Dinge die ich vermeide. Dazu gehören auch die angedrückten Arme. Wir Mädels kennen sie und hassen sie …. Also achte darauf das du es vermeidest 😛

 

 

angedrückter Arm

nicht angedrückter Arm

Die Schildkröte sorgt für eine filigrane Halshaltung, so wird ein Doppelkinn vermieden und  dein Portrait wird wunderbar aussehen.

Warum Schildkröte? Naja, du kannst es wahlweise auch Huhn oder Taube nennen … Am Ende zählt das es funktioniert. Ich gebe dieser Anweisung lustige Namen um auch hier wieder in der Lage zu sein die Stimmung zu lockern.

Und glaube mir das funktioniert wunderbar 😉

 

Hier siehst du ein Portrait ohne Schildkröte … der Nacken wirkt mächtiger und sehr angespannt. Das Kinn verschmilzt mit den Halskonturen.

Hier siehst du das Portrait mit Schildkörte 😀 Der hals wirkt filigraner , länger und ästhetischer …. Für die Schildkröte muss der Kopf leicht nach unten gesenkt und dann nach vorne geschoben werden.

Alles in Allem gibt es  viel was wir im Bereich Posing und Mimik beachten sollten.

Das heute war nur ein kleiner Teil…. Am wichtigsten ist jedoch das die Zwischenmenschliche Basis zwischen dir und deinem Model passt, das ihr einen Draht zueinander habt ….

Hierfür ist von Beginn an die richtige Kommunikation absolut elementar. Bist du offen und freundlich solltest du 0 Probleme haben 🙂 Aber keine Angst es ist alles eine Sache des Trainings 🙂

Ich hoffe dieser Beitrag hat den ein oder anderen Tipp für dich bereit gehalten. Bis zum nächsten Mal.

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