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Die Kreativlosigkeit – Ein Chaos der Gefühle

By 15. März 2018Allgemein


Kreativlos. Hilflos, gefangen, gefesselt und blind. Sie war immer da, doch Alltag und Druck pressen sie in ein Gefängnis aus Gefühlen und düsteren Gedanken. Das du sie nicht befreien kannst frisst dich auf, macht dich mürbe... Deine Gedanken kreisen darum. Sie war doch immer da? Hilfe suchend blickst du dich um, nach Jemanden der die Fesseln löst. Doch aus dem Gefängnis der Kreativlosigkeit kannst du dich nur selbst befreien....

Stärker sein.

Wie entsteht so eine Bildserie? Wann ist sie vollendet? Was wird noch kommen?

Zu der Kreativlosigkeit und den entstandenen Werken wollte ich schon lange schreiben, doch fehlten mir selbst Antworten auf so viele Fragen. Eins steht jedoch fest! Mit dieser Bildserie entsteht meine wohl persönlichste Reihe. Geboren aus den Gefühlen und Geschehnissen des letzten Jahres wird sie mich immer daran erinnern, wie aus schweren Zeiten etwas wunderbares und heilendes entstehen kann.

Darüber zu schreiben fällt mir nicht leicht. Während ich hier sitze läuft melancholische Musik von Ludovico Einaudi. Sie passt zu den Gefühlen welche ich durchlebe wenn ich zurückdenke. Mein Herz wird immer noch ein wenig eng, aber all das hilft wirklich abzuschließen und zu verarbeiten. Ich kann Geschehens nur schwer ruhen lassen. Ich muss die Dinge bewusst für mich abschließen bevor ein neues Kapitel beginnen kann. Über die Selbstinszenierung habe ich einen Weg gefunden. Einen Weg der mir selbst hilft, aber auch anderen die Möglichkeit gibt sich fallen zu lassen und sich gegebenenfalls den eigenen Gefühlen auszuliefern.

Erst wenn man bereit ist sich fallen zu lassen, sich auszuliefern und abzuschließen… Erst dann kann und WIRD man stärker als jemals zuvor aus der Situation hervorgehen.

Nur ein Zustand.

Was bedeutet es kreativlos zu sein? Was ist Kreativlosigkeit und wo kommt sie her?

Dieser Beitrag soll keine wissenschaftliche Arbeit sein. Ich teile mit euch meine ganz persönlichen Erfahrungen. Kreativlos…. Als Künstler ist man abhängig von der eigenen Kreativität. Mit ihr stehen und fallen oft Qualität und Wertigkeit der eigenen Werke. Für mich war die Kreativität sehr lange selbstverständlich. Was man an ihr hat merkt man erst wenn sie auf einmal nicht mehr da ist.

Ist Kreativlosigkeit ein Gefühl? Fühlt man sich kreativlos? 

Nein! Die Kreativlosigkeit ist ein Zustand. Ein Zustand welcher durch Gefühle ausgelöst wird. Ein ganzes Meer aus Gefühlen war bei mir dafür verantwortlich, dass ich in ein kreatives Loch abgerutscht bin. Geschehnisse für die ich nicht gewappnet war überrumpelten mich. Trauer, Leere, Enttäuschung, Hilflosigkeit , legten meine Kreativität in Ketten. Jetzt, Monate danach weiß ich das ganz genau. Damals merkte ich es nicht einmal. Es begann damit, dass ich selbst meine Arbeit nicht mehr mochte. Für mich war alles gleich. Leer, ausdruckslos, langweilig… ohne Sinn…

Doch war ich auch nicht im Stande etwas zu kreieren, was meinen Ansprüchen als Künstlerin genügte. Ich wurde immer unglücklicher. Nicht nur mit meiner Kunst… Die Auswirkungen breiteten sich wie ein leises Gift in allen Bereichen meines Lebens aus…. Zu geblendet von allem war ich blind für das Offensichtliche. Ende des Jahres kam der große Knall. Der Augenöffner. Entweder die Explosion zerreist dich oder du schaffst es dich zu fangen und stärker den je daraus hervorzugehen.

Die Zeit heilt alle Wunden.

Die größten Lehren bringen schwere Zeiten mit sich. Wenn man bereit ist Selbstreflexion zuzulassen wird man am Ende, egal was das Leben für einen bereit hält, davon profitieren.

Was mich aus der Bahn warf war ein Meer aus Gefühlen. Im letzten Jahr verlor ich den Kontakt zu einer Schlüsselfigur meines Lebens. Es folgte der Tod meiner Oma, welche mir sehr wichtig war. Sie war immer da. Dann der Druck trotzdem weitermachen zu müssen um von der Selbstständigkeit leben zu können, nicht aufzugeben egal wie sehr man sich nach einer Pause sehnt. Am Ende war ich so kraftlos das selbst die Liebe meines Lebens mich nicht mehr erkannte und auch hier breitete sich das Gift leise und schleichend aus.

Alles hätte hier zu Ende sein können. Doch wir bekamen den Dreh und heute sitze ich hier und schreibe einen Beitrag darüber. Dieser Beitrag soll klar machen was für mich nun überdeutlich ist.

Nichts geschieht ohne Grund. Und gerade aus den negativsten Erfahrungen kann man etwas lernen. Man kann sie annehmen und daraus etwas entstehen lassen. Etwas das besonderer ist als alles zuvor. Man bekommt die Chance sich neu zu definieren, nicht nur in der Kunst, auch in allen anderen Bereichen wo das Gift zuvor gewütet hat.

Alles was man tun muss, ist es sich Zeit zu geben. Zeit um zu verarbeiten was man erlebt hat und zu erkennen was man daraus gelernt hat. Nicht nur du brauchst Zeit…. Dein Umfeld hat hat gleiches oder ähnliches mitgemacht. Es hat ebenfalls den Anspruch sich Zeit zu nehmen. Was immer das genau bedeutet muss jeder für sich selbst herausfinden.

Abschweifen und loslassen.

Wisst ihr noch worüber dieser Blogbeitrag eigentlich gehen sollte? 

Darum wie diese Serie entstanden ist, was noch kommen wird & wann sie vollendet ist. Ich denke das Wie konnte geklärt werden. Du musst vielleicht etwas zwischen den Zeilen lesen …

Ich habe mich von meinen Gefühlen leiten lassen. Der Text floss einfach so aus meinen Fingern. Die ursprüngliche Idee war es auf das Storytellings jedes einzelnen Werkes einzugehen, es genau zu erklären.

Tja, dafür wird wohl ein anderer Blogbeitrag herhalten müssen.

Meiner Meinung nach sind die Erfahrungen in diesen Zeilen unheimlich wertvoll.

Solltet ihr gerade selbst in einer schweren Zeit stecken, so wünsche ich euch ganz viel Kraft. Nehmt euch Zeit und fasst den Mut zur Selbstreflexion.

Diese Serie wäre nie entstanden wenn ich einfach verdrängt und weitergemacht hätte. Aus eigener Erfahrung kann ich zudem sagen, das Gefühle vergraben und verdrängen überhaupt nichts bring. In stillen Momenten werden sie dich einholen. Lass sie freiwillig zu. Nur so ist man in der Lage los zu lassen und nur dann wird es einem besser gehen.

Das soll es für heute gewesen sein. Denk immer dran du selbst bist in der Lage die Fesseln zu lösen 😉 Ich wünsche dir noch einen schönen Tag! Deine LauraHelena

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