*Das Trugbild / die Analyse / Meine Bildidee*

Dieses Bild entstand auf meinem ersten Workshop zum Thema Bildgestaltung „mit meinen Augen sehen lernen“, indem es darum geht gezielt Bildgestaltung einzusetzen um Bilder zu erschaffen die eine Geschichte erzählen, welche eben nicht einfach nur schön sind.
Die Idee kam mir ganz spontan am Abend vor dem Kurs, als ich die alte Spiegeltür in unserer Location entdeckte.
Das Trugbild, eine Person zwei Persönlichkeiten. Gefangen zwischen Wirklichkeit und Traumwelt.
Wendet sie den Blick von dem Spiegelbild ab oder klammert sie sich daran? (Haltung der Hände & Mimik) Was zeigt das Spiegelbild? Realität oder Wunschdenken? Eine Gelehrte? Eine Königin?
Das eine mag das andere nicht ausschließen. Doch warum hält sie Perlen in der Hand? Suggeriert sie damit ihren Reichtum und ihre Macht oder ist es doch nur das Vanitas Symbol & es weist auf die Vergänglichkeit alles Irdischen hin? Darauf das alles vergeht … Schönheit, Reichtum, Macht?
Ein Zwiespalt in einer unheimlichen Nachtszenerie festgehalten. Der Spiegel der zerspringt und damit in Frage stellt welches der beiden Bilder die Realität ist. Kann das Spiegelbild Realität werden oder ist alle Hoffnung des Mädchens, welches sich verzweifelt daran klammert in tausend Scherben zersprungen?
Weiß ist die Farbe der Jungfräulichkeit und Unschuld doch steht sie hier im Kontrast zu der sie umgebenden, zunehmenden Dunkelheit, der Bote von Unheil im Bezug auf das Vanitas Symbol?
Trotzdem scheinen Beide Welten nicht voneinander abgeneigt zu sein, sie wirken harmonisch zueinander (Goldener Schnitt) und stehen in einer Abhängigkeit miteinander (Linienführung / Blickführung) Körper & Geist, Licht und Schatten, Gut und Böse….
Vielleicht würde das Eine ohne das Andere nicht existieren?

Das waren meine Gedanken und ihr seht das viele von euch ziemlich nah dran waren.

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